KI im Mittelstand

KI-Beratung fördern lassen: Was über die BAFA wirklich geht

Wird KI-Beratung gefördert? Über das BAFA-Programm für Unternehmensberatungen kann der Beratungs-Anteil bezuschusst werden. Die ehrlichen Konditionen, wer es bekommt und der häufigste Fehler beim Antrag.

Alexander Hirsch 06.06.2026 3 Min. Lesezeit Förderung

“Wird das gefördert?” ist eine der ersten Fragen, wenn es um KI-Beratung geht. Die ehrliche Antwort ist: ein Teil davon, ja, über ein Programm, das es schon lange gibt. Wer es richtig nutzt, bekommt einen ordentlichen Zuschuss. Wer den häufigsten Fehler macht, geht leer aus. Dieser Beitrag erklärt, was wirklich geht.

Ein Hinweis vorab: Förderprogramme ändern sich. Dieser Beitrag gibt den Stand zum genannten Datum wieder und ist keine Förderberatung im rechtlichen Sinne. Maßgeblich ist immer die aktuelle BAFA-Förderrichtlinie. Euren konkreten Fall prüfen wir im Gespräch.

Das Programm: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU

Es gibt kein eigenes BAFA-Programm nur für KI. Aber es gibt ein etabliertes Programm für Unternehmensberatungen für KMU, gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium. Und KI-Strategie ist eine Frage der Unternehmensführung: Wie setze ich KI sinnvoll ein, wo lohnt sie sich, wie führe ich sie ein, ohne dass das Projekt scheitert? Genau solche konzeptionellen Beratungen zu wirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Fragen sind das, was dieses Programm fördert.

Wichtig zu verstehen: Gefördert wird die Beratung, nicht die Umsetzung. Der Zuschuss gilt für die analytische, konzeptionelle Arbeit, nicht für den Kauf von Software, Lizenzen oder die technische Einrichtung.

Die Konditionen

  • Zuschuss: je nach Standort 50 Prozent der Beratungskosten bis maximal 1.750 Euro, oder 80 Prozent bis maximal 2.800 Euro.
  • Antragsberechtigt: kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie die Freien Berufe. Ob euer Unternehmen unter die KMU-Schwellen fällt, hängt von Mitarbeiterzahl, Umsatz und Bilanz ab und sollte für den Einzelfall geprüft werden.
  • Umfang: Innerhalb der Geltungsdauer der aktuellen Förderrichtlinie (bis zum 31. Dezember 2026) sind je Unternehmen bis zu fünf abgeschlossene Beratungen möglich, höchstens zwei pro Jahr.

Der häufigste Fehler: zu früh anfangen

Der mit Abstand häufigste Grund, warum Unternehmen die Förderung verlieren, ist der vorzeitige Beginn. Die Regel ist eindeutig: Der Antrag muss gestellt werden, bevor die Beratung beginnt. Wer den Beratungsvertrag schon unterschrieben oder die erste Sitzung hatte, bekommt für diese Maßnahme keinen Zuschuss mehr.

Deshalb gehört die Förderfrage an den Anfang des Prozesses. Erst klären, ob und wie gefördert wird, dann den Antrag stellen, dann starten. Nicht umgekehrt.

Was ist mit go-digital?

Ein häufiges Missverständnis: Viele suchen noch nach dem Programm go-digital. Das ist zum Ende 2024 ausgelaufen, und es gibt keinen direkten Eins-zu-eins-Nachfolger. Wer auf go-digital gesetzt hat, schaut sich heute das hier beschriebene Beratungs-Programm sowie regionale Landesprogramme an. Welche Förderung im Einzelfall am besten passt, ist eine der ersten Fragen, die wir im Gespräch klären.

Wie ProScale dabei hilft

ProScale ist als förderfähiger Unternehmensberater gelistet. Das heißt: Der Beratungs-Anteil unserer KI-Projekte (Analyse, Strategie, Konzept) kann über dieses Programm bezuschusst werden, wenn euer Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt. Wir kennen den Ablauf, sagen euch ehrlich, was förderfähig ist und was nicht, und sorgen dafür, dass der Antrag zum richtigen Zeitpunkt steht, nämlich vor dem Start.

So wird aus der Frage “Können wir uns KI-Beratung leisten?” oft die Frage “Wann fangen wir an?”.

KI-Beratung fördern lassen?

Der vorgelagerte Beratungs-Anteil kann BAFA-förderfähig sein. Wir prüfen euren Fall.

Zur BAFA-Förderung

FAQ

Häufige Fragen

Wird KI-Beratung gefördert? +

Der Beratungs-Anteil kann über das BAFA-Programm Förderung von Unternehmensberatungen für KMU bezuschusst werden, weil KI-Strategie eine Frage der Unternehmensführung ist. Gefördert wird die Beratung, nicht der Kauf von Software oder Lizenzen. Ob euer Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt, hängt vom Einzelfall ab.

Wie hoch ist der BAFA-Zuschuss? +

Je nach Standort werden 50 Prozent der Beratungskosten bis maximal 1.750 Euro oder 80 Prozent bis maximal 2.800 Euro bezuschusst. Maßgeblich ist die aktuelle Förderrichtlinie, die zum Zeitpunkt dieses Beitrags bis zum 31. Dezember 2026 gilt.

Was ist der häufigste Fehler beim Förderantrag? +

Zu früh anzufangen. Der Antrag muss gestellt werden, bevor die Beratung beginnt. Wer den Beratungsvertrag schon unterschrieben oder die Beratung gestartet hat, bekommt für diese Maßnahme keine Förderung mehr. Deshalb gehört der Antrag an den Anfang, nicht ans Ende.

Quellen

Stand: 2026-06-06. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

Alexander Hirsch

Über den Autor

Alexander Hirsch

KI Manager (IHK)

Alexander Hirsch begleitet mittelständische Unternehmen bei der Einführung von KI im Arbeitsalltag, von der Tool-Auswahl über die Schulung der Belegschaft bis zur Workflow-Automatisierung. Förderfähiger Unternehmensberater und Pipedrive Authorized Partner.

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